Spende für das Palliativnetz Main-Kinzig

VR Bank spendet 6000 Euro für die Pflege schwerstkranker Menschen

Sterben in Würde – aber wie? Mit diesem Thema befasste sich der Vortrag des Medizinrechtlers und Betreuungsrichters Rainer Beckmann am Mittwoch dieser Woche im Alfons-Lins-Haus in Bad Orb. Der Wunsch nach einem „Sterben in Würde“ ist weit verbreitet. Doch wie kann er verwirklicht werden? Welche ethischen und rechtlichen Grenzen sind zu beachten? Kann man mit einer Patientenverfügung Vorsorge für ein menschenwürdiges Sterben treffen? Was ist dabei praktisch und in sozialer Perspektive zu beachten? Und welche Rolle spielen Palliativmedizin und Hospizbewegung?

Im Rahmen dieser Informationsveranstaltung und vor dem Hintergrund dieser Themen überreichte Roland Trageser, Mitglied des Vorstands der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG, einen Spendenscheck an den Gastgeber, das Palliativnetz Main-Kinzig. Bereits seit vielen Jahren in Folge unterstützt die Main-Kinzig- und Oberhessen-Bank die Initiative. Allein aus den Mitteln der öffentlichen Träger ist die wichtige Arbeit mit Schwerstkranken, Aufklärung und Weiterbildung nicht zu finanzieren.

Spendenübergabe für Palliativnetz Main-Kinzig in Bad Orb
(v.l.n.r.) Robert Flörchinger, Geschäftsführer Caritas-Verband Main-Kinzig, Roland Trageser, Vorstandsmitglied der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG und Rolf Schmitt, Klinikseelsorge der Main-Kinzig-Kliniken.

Die Frage nach dem würdevollen Umgang am Lebensende tritt immer mehr ins öffentliche Bewusstsein. Jedoch wird die Palliativmedizin noch allzu oft als Sterbemedizin interpretiert. Die Palliativmedizin will aber den Tod weder beschleunigen noch hinauszögern, sondern stellt die Linderung von Schmerzen und anderen Beschwerden in den Vordergrund. Das Konzept „Palliativ-Care-Arbeit“ beinhaltet die ganzheitliche Betreuung schwerstkranker Menschen, Sterbender und ihrer Angehörigen und stützt sich dabei auf vier Säulen: medizinische Versorgung, pflegerische Behandlung, psychosoziale Unterstützung und Begleitung.

Schon seit geraumer Zeit arbeiten die Katholische Klinikseelsorge, die Arbeitsgemeinschaft Hospiz und der Caritas-Verband für den Main-Kinzig-Kreis an einer Initiative. In Kooperation mit dem Kreisgesundheitsamt wird ein entsprechendes Netzwerk aufgebaut. Schon seit März 2007 haben sich verschiedene Berufsgruppen im Arbeitskreis „Palliative Versorgung der Region“ miteinander verknüpft, um eine umfassende Betreuung zu gewährleisten. Auf der Internetseite www.palliativnetz-mkk.de können sich Betroffene und Leistungserbringer informieren.