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Die Weltwirtschaft im Wandel: Was Privatanleger beachten sollten

Geopolitische Verschiebungen, neue Machtzentren, wirtschaftliche Unsicherheiten: Die Weltwirtschaft befindet sich im Wandel. Auch Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Doch was bedeutet das für die private Geldanlage? Dieser Frage ist Kapitalmarktexperte Christian Kopf bei einer Pressekonferenz der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen nachgegangen.

„Wir haben zuletzt drei sehr gute Jahre an den Kapitalmärkten gesehen“, sagt Christian Kopf, Leiter Portfoliomanagement Renten bei der Union Investment. Trotz geopolitischer Unwägbarkeiten und Herausforderungen geht der Experte der Fondsgesellschaft auch 2026 von einer insgesamt positiven Marktentwicklung aus.

Rückblickend habe das Jahr 2025 zwei zentrale Erkenntnisse geliefert, so Kopf: „Die Volkswirtschaften sind überraschend resilient, gleichzeitig zeigt sich die Fragilität der US-amerikanischen Institutionen“, betont Kopf. Diese werde unter anderem durch die jüngsten Angriffe der Trump-Regierung auf die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed deutlich.

Gleichzeitig habe 2025 gezeigt, dass sowohl die Märkte als auch die Volkswirtschaften relativ gelassen auf Schockereignisse reagieren, wie sich nach Trumps „Independence Day“ zeigte. Zwar stürzten die Kurse nach der Zoll-Ankündigung des US-Präsidenten ab, erholten sich dann aber rasch wieder. In der Folge konnten die Indizes von 45 Ländern im Jahr 2025 neue Allzeithöchststände erreichen.

Für das noch junge Jahr 2026 rechnet Union Investment mit einer sich weiter verbessernden Wirtschaftsdynamik, zumindest im globalen Rahmen. In den USA werde das Wachstum durch sinkende Leitzinsen sowie Investitionen in KI und Rechenzentren weiter an Dynamik gewinnen. Auch in der Eurozone sieht der Kapitalmarktexperte ein Wirtschaftswachstum, das vor allem von staatlichen Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur angetrieben werde.

Als Privatanleger gelte in diesen Zeiten: Keine Panik, investiert und vor allem diversifiziert bleiben, betont Kapitalmarktexperte Kopf. Grundsätzlich eigneten sich drei Segmente für die Geldanlage: Geldmarktnahe Fonds seien wegen einer verlässlichen Verzinsung von etwa 2 Prozent sowie der sofortigen Verfügbarkeit optimal für den „Notgroschen“ geeignet. Rentenfonds stellten für defensive Anleger verlässliche und sichere Anlageoptionen dar. Gerade Laufzeitenfonds könnten durch ihr aktives Management auch ETFs schlagen, erklärt Kopf.

Auch Aktienfonds gehörten in ein ausgewogen diversifiziertes Depot. Insbesondere europäische Titel sowie Anlagen aus Schwellenländern sieht Kopf derzeit als weiterhin lohnende Optionen. Der US-Markt sei hingegen aktuell von sehr hohen Unternehmensbewertungen sowie einer historischen Marktkonzentration geprägt.

Grundsätzlich sei die Geldanlage für Privatpersonen nicht nur mit Blick auf die Altersvorsorge von Bedeutung, so Fondsmanager Kopf. Viele Anlageformen seien jedoch komplex. Sein Rat daher: „Nutzen Sie die Beratung durch kompetente Ansprechpartner vor Ort in den Volks- und Raiffeisenbanken. So reduzieren Sie Risiken und können trotzdem von den positiven Entwicklungen der Kapitalmärkte profitieren.“

Das Bild zeigt Florian Arndt Generalbevollmächtigter Christian Kopf, Leiter Portfoliomanagement Renten bei der Union Investment

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