Core-Satellite-Strategie

Portfolio-Management

Mit der Core-Satellite-Strategie können Sie Ihr Depot sinnvoll strukturieren und den persönlichen Rendite-Risiko-Präferenzen anpassen.

Chancen wahrnehmen, Risiken verteilen

Die Idee hinter der Core-Satellite-Strategie ist die Aufteilung des Portfolios in zwei Gruppen. Die erste Gruppe bilden die sogenannten Kerninvestments, die den größten Teil ausmachen. Sie sollen dem Depot Stabilität verleihen und für einen nachhaltigen Wertzuwachs sorgen. Die zweite Gruppe besteht aus den Satelliten. Diese sollen möglichst unabhängig von den Kerninvestments für eine höhere Rendite sorgen. Da höhere Renditen immer auch mit einem höheren Risiko einhergehen, fällt die Positionsgröße der einzelnen Satelliten zwangsläufig geringer aus, als die der Kerninvestments. Durch die Einbeziehung unterschiedlicher Anlageklassen bei den Kern- und Satelliteninvestments lässt sich das Gesamtrisiko im Depot reduzieren und zugleich die Renditechance steigern.

Die Auswahl der Satelliten

Als Satelliten bieten sich wachstumsstarke Regionen wie die Schwellenländer an. Diese können ebenfalls mithilfe von aktiv gemanagten Fonds oder passiven Produkten wie ETFs und Indexzertifikaten abgedeckt werden. Dabei haben Anleger die Wahl, ob sie beispielsweise mit dem MSCI Emerging Markets einen möglichst breiten Index bevorzugen oder mit Länderindizes gezielt auf wachstumsstarke Länder setzen wollen. Auch einzelne Branchen und Trendthemen lassen sich als Satelliten dem Portfolio beifügen.
Anleger, die es etwas offensiver lieben, können bei den Kerninvestments den Rentenanteil zugunsten des Aktienanteils zurückfahren und bei den Satelliten zusätzlich auf einzelne Rohstoffe oder breit gefasste Rohstoffindizes setzen. Auf diese Weise lässt sich das Depot noch weiter diversifizieren. Wie eine ausgewogene Depotstruktur mit der Core-Satellite-Strategie beispielsweise aussehen könnte, zeigt die folgende Grafik.